1. Wenn Wir einen Vers des Qur’ān (hinsichtlich seiner Lesung oder Bedeutung) aufheben[1] oder ihn der Vergessenheit anheimfallen lassen[2], dann bringen Wir einen besseren als diesen oder einen gleichwertigen hervor. Weißt du denn nicht (Gesandter Aḷḷāhs), dass Aḷḷāh zu allem die Macht hat?
  2. Weißt du denn nicht, dass Aḷḷāh die Herrschaft über die Himmel und die Erde innehat? Außer Ihm habt ihr weder Schutzherrn noch Helfer.
  3. Wollt ihr (Gläubigen) euren Gesandten etwa auf dieselbe Weise mit Fragen bedrängen, wie man es einst mit Moses getan hat?[3] Wer den Glauben gegen den Unglauben eintauscht, der ist fürwahr vom Weg der Mitte abgekommen.
  4. Viele von den Leuten der Schrift wünschten, sie könnten euch wieder zu Ungläubigen machen, nachdem ihr zum Glauben gefunden habt, aus Neid, den sie in ihrem Innersten hegen, nachdem ihnen die Wahrheit deutlich wurde (dass nämlich die Botschaft, die der Gesandte Aḷḷāhs überbrachte, wahr ist). Doch vergebt (ihr Gläubigen und bestraft nicht) und wendet euch ab (und konfrontiert sie damit nicht), bis das Urteil Aḷḷāhs (sie betreffend) ergehen wird, denn Aḷḷāh hat wahrlich zu allem die Macht.
  5. Verrichtet (beständig) das Gebet und entrichtet die Zakāh (von eurem Vermögen), und was immer an Gutem für euch vorausschickt, so werdet ihr es bei Aḷḷāh (am Tag der Auferstehung in Form von Lohn) vorfinden, denn fürwahr, Aḷḷāh sieht wohl, was ihr tut.
  6. Sie (eine Gruppe der Juden und Christen) sagen (jeweils): „Keiner wird das Paradies betreten, außer er ist Jude“ oder „außer er ist Christ.“ Das sind ihre Wunschvorstellungen. Sag (Gesandter Aḷḷāhs): „Legt einen Beweis dafür vor, wenn ihr die Wahrheit sagt!“
  7. Nein, (ins Paradies) kommt jeder, der Aḷḷāh (in Demut) ergeben ist und Gutes tut (indem er dem folgt, womit der Gesandte Aḷḷāhs r gekommen ist), der hat seinen Lohn bei seinem Herrn. Sie müssen keine Furcht (vor dem Jenseits) haben und nicht traurig sein (über das, was ihnen auf dieser Welt vorenthalten wurde).

[1] „nansaḫ“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach einer Version von Hišām: „nunsiḫ“: „(Gabriel) zum Aufheben anordnen“.

[2] „nunsihā“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Ibn Kaṯīr und ʼAbū ʽAmr: „nansaʼhā“: „oder dessen (Zeitpunkt der Herabsendung) wir verschieben“.

[3] Eine dieser hartnäckigen Fragen und Bitten findet sich in Sūrah 4, Vers 153: {Lass uns Aḷḷāh von Angesicht zu Angesicht sehen!}.

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