1. Dies (zur Warnung) deshalb, weil dein Herr keine Städte zu Unrecht vernichten würde, während ihre Bewohner unachtsam sind (weil noch kein Gesandter zu ihnen kam).
  2. Alle werden Ränge einnehmen, entsprechend dem, was sie taten, und dein Herr ist ihrem[1] Tun gegenüber nicht achtlos.
  3. Dein Herr ist der Unbedürftige (weshalb Ihm euer Unglaube nicht schadet) und (dennoch) voller Gnade: Wenn Er will, nimmt Er euch fort (indem Er euch vernichtet) und lässt auf euch folgen, wen immer Er will; genauso, wie Er euch aus der Nachkommenschaft anderer hervorgehen ließ (die vor euch lebten).
  4. Was euch (über Auferstehung, Abrechnung und Vergeltung) verkündet wurde, wird ohne jeden Zweifel eintreten, und es wird für euch kein Entkommen geben!
  5. Sag (Gesandter Aḷḷāhs): „Ihr Leute, haltet (ruhig) an eurem Weg[2] (des Unglaubens) fest. Auch ich werde an meinem Weg festhalten (und weiterhin die Wahrheit verkünden). Ihr werdet (rechtzeitig) erkennen, wem die letzte Wohnstätte (das Paradies) gehören wird, denn die Ungerechten werden niemals erfolgreich sein.
  6. Sie widmen Aḷḷāh einen Anteil der Feldfrüchte und des Viehs, das Er erschaffen hat, und sagen: „Das ist für Aḷḷāh“ – behaupten sie – „und das ist für unsere Teilhaber“ (gemeint sind die Götzen, die sie Aḷḷāh zur Seite stellen). Was aber für ihre Teilhaber ist, erreicht Aḷḷāh nicht (weil nichts davon den Armen und Bedürftigen zugutekommt, wie Aḷḷāh es vorgeschrieben hat), und was für Aḷḷāh ist, erreicht ihre Teilhaber. Wie übel ihr Urteil ist (und ihre Aufteilung)!
  7. Ebenso (wie der Satan ihnen diese Art der Aufteilung ausschmückte) ließen ihre Brüder im Geiste (unter den Ǧinn) es vielen der Götzendiener als recht erscheinen, ihre Kinder (aus Angst vor Armut) zu töten[3], um sie so ins Verderben zu stürzen und sie in ihrem Glauben zu verwirren (sodass sie nicht mehr wissen, was erlaubt und was verboten ist). Und hätte Aḷḷāh (es in Seiner Weisheit) nicht gewollt, hätten sie es nicht getan. Darum überlass sie sich selbst mitsamt ihren lügnerischen Behauptungen!

[1] „Yaʽmalūna“ nach Lesart der Mehrheit.

Nach Ibn ʽĀmir: „taʽmalūna“: „[…] eurem Tun gegenüber“.

[2] „Makānatikum“ nach  Lesart der Mehrheit.

Nach Šuʽbah: „Makānātikum“: „an euren Wegen“ (Plural).

[3] „Zayyana/Qatla ʼAulādihim Šurakāʼuhum“ nach Lesart der Mehrheit.

Nach Ibn ʽĀmir: „zuyyina/Qatlu ʼAulādahim Šurakāʼihim“: „Ebenso (wie der Satan ihnen diese Art der Aufteilung ausgeschmückt hat) wurde vielen der Götzendiener von ihren Gesinnungsgenossen (unter den Ǧinn) die Tötung ihrer Kinder (aus Angst vor Armut) ausgeschmückt.“

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