1. Das ist Aḷḷāh, euer Herr. Es gibt keinen (wahren) Gott Ihm, dem Schöpfer aller Dinge. Darum dient Ihm (allein), denn Er ist es, der alles unter Seiner Obhut hat.
  2. Blicke können Ihn nicht erfassen, Er aber erfasst jeglichen Blick, und Er ist der Feinfühlige, der, der um alle Dinge bestens Bescheid weiß.
  3. Sichtbare Beweise sind nun von eurem Herrn zu euch gekommen. Wer darum einsichtig ist, der ist dies zu seinem eigenen Nutzen, und wer blind ist, ist es zu seinem eigenen Schaden. Ich aber bin nicht euer Wächter (sondern nur ein Gesandter).
  4. So verschiedenartig (wie Wir die Zeichen und Beweise der Allmacht Aḷḷāhs gemacht haben) haben Wir (auch) die Verse gemacht (die Ermahnung, Drohung und Verheißung zum Inhalt haben), damit [die Ungläubigen] sagen: „Du hast es (von den Leuten der Schrift) gelernt!“[1] und damit Wir die Wahrheit jenen deutlich machen, die Wissen besitzen.
  5. Folge (du, Gesandter Aḷḷāhs) dem, was dir von deinem Herrn offenbart wurde – es gibt keine Gottheit außer Ihm – und wende dich von den Götzendienern ab.
  6. Hätte Aḷḷāh es gewollt, so hätten sie (Ihm) nichts als ebenbürtig zur Seite gestellt. Dich aber haben Wir nicht als Wächter über sie eingesetzt (um ihre Taten zu erfassen), und du bist nicht verantwortlich für sie.
  7. Und (ihr Gläubigen) verspottet nicht das, was sie an der Stelle Aḷḷāhs (an Götzen) anrufen, damit sie nicht (aus Zorn) Aḷḷāh verspotten und dabei (ihre Grenzen) ohne Wissen (um die wahre Stellung Aḷḷāhs) übertreten. Wir haben jeder Gemeinschaft ihr Tun als wohlgefällig erscheinen lassen (und dazu gehören auch die Götzendiener der Qurayš). Dann werden sie (am Tag der Auferstehung) zu ihrem Herrn zurückkehren, und Er wird ihnen mitteilen (und begreifen lassen), was sie (dereinst auf Erden) getan haben.
  8. Und sie schwören die feierlichsten Eide bei Aḷḷāh, dass, wenn ein Zeichen zu ihnen kommen würde, sie gewiss (an die Wahrhaftigkeit dieses Wunders und damit Muḥammads r) glauben würden. Sag (Gesandter Aḷḷāhs): „Die Zeichen (liegen nicht in meiner Hand, sondern) über sie verfügt allein Aḷḷāh.“ Und was lässt euch (Gläubige) wissen? Vielleicht werden sie , wenn sie zu ihnen kämen, (doch) nicht glauben[2] (und starrköpfig an ihrem Unglauben festhalten).[3]
  9. Und Wir wenden ihre Herzen und ihr Augenlicht ab (von der Wahrheit und der Rechtleitung), so wie sie auch beim ersten Mal nicht (an den Qur’ān) geglaubt haben. Und so lassen Wir sie in ihrem Hochmut blind hin und her irren.

[1] „darasta“ bzw. „dārasta“ (Ibn Kaṯīr und ʼAbū ʽAmr) nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Ibn ʽĀmir und Yaʽqūb: „darasat“: „(Alt und) zerfallen!“.

[2] „yuʼminūn“ bzw. „yūminūn“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Ibn ʽĀmir und Ḥamzah „tuʼminūna“: „ihr (nicht) glaubt“.

[3] Oder: „Und was lässt euch (Gläubige) wissen, dass sie , wenn sie zu ihnen kämen, glauben werden?“

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