1. (Und denke daran, Gesandter Aḷḷāhs,) als Abraham zu seinem Vater Āzar[1] sagte: „Nimmst du dir etwa Götzenbilder als Gottheiten? Wahrlich, ich sehe, dass du und dein Volk sich in einem offenkundigen Irrtum befinden.“
  2. Ebenso (wie Wir ihn u den Irrtum seines Vaters zeigten) ließen Wir Abraham das Reich der Himmel und der Erde sehen, um ihn zu einem von jenen zu machen, die innere Gewissheit besitzen (darüber, dass es nur einen einzigen Gott gibt, der keinen Teilhaber und Macht über alle Dinge hat).
  3. Als darum die Nacht über ihn hereinbrach, sah er einen Stern und sagte (um ihnen ihren Irrglauben zu demonstrieren): „Das ist mein Herr!“ Doch als er unterging, sagte er: „Ich liebe diejenigen nicht, die untergehen.“
  4. Als er dann den aufgehenden Mond sah, sprach er: „Dieser ist mein Herr!“ Doch als er unterging, sagte er: „Wenn mein Herr mich nicht führt, werde ich gewiss zu jenen gehören, die in die Irre gehen.“
  5. Dann, als er die Sonne aufgehen sah, sagte er: „Das ist mein Herr! Das ist noch größer!“ Aber als (auch) sie unterging, sagte er: „Mein Volk, ich spreche mich los von allem, dem ihr (neben Aḷḷāh) Göttlichkeit zuschreibt!
  6. Ich wende mein Antlitz dem aufrichtig zu, der Himmel und Erde erschaffen hat, , und ich bin keiner der Götzendiener!“
  7. Sein Volk aber stritt mit ihm. Er sagte: „Streitet ihr etwa mit mir über Aḷḷāh, wo Er es doch ist, der mich auf den rechten Weg geführt hat? Ich fürchte das, was ihr Ihm zur Seite stellt, nicht (da diese Götzen weder die Macht haben, Schaden zuzufügen noch Nutzen zu bringen), außer mein Herr will es. Mein Herr umfasst alles mit Seinem Wissen. Wollt ihr das denn nicht bedenken?
  8. Und wie könnte ich das fürchten, was ihr (Aḷḷāh) zur Seite stellt, während ihr keine Furcht habt, anderem neben Aḷḷāh Göttlichkeit zuzuschreiben, wofür euch keinerlei Ermächtigung erteilt wurde? Welche der beiden Parteien hat also mehr Anrecht darauf, sich sicher zu fühlen, (sagt es,) wenn ihr es wisst![2]

[1] „ʼāzara“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Yaʽqūb: „ʼāzaru“: „als Abraham zu seinem Vater sagte: „ʼĀzar, nimmst du dir“.

[2] Das Volk Abrahams, ähnlich wie die Quraiš, glaubten an Aḷḷāh, den höchsten Herrn. Sein Volk versuchte ihm, mit ihren falschen Göttern Angst einzuflößen, aber vielmehr sollte es selbst Angst davor haben, Aḷḷāh etwas beizugesellen, denn über Ihn sind sich beide Parteien einig, für die Anbetung der Götzenbilder aber gibt es keine Ermächtigung.

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