1. So wurde der letzte Rest jener vernichtet, die (durch ihren Unglauben) Unrecht getan hatten. Denn aller Lobpreis gebührt einzig Aḷḷāh, dem Herrn der Welten.
  2. Sag: „Was meint ihr, wenn Aḷḷāh euch Gehör und Augenlicht nehmen und eure Herzen versiegeln würde, welche Gottheit außer Aḷḷāh könnte sie euch wiedergeben?“ Sieh, wie (mannigfaltig) Wir die Zeichen (Unserer einzigartigen Macht) darlegen, aber dennoch wenden sie sich (davon) ab.
  3. Sag: „Was meint ihr, wenn die Strafe Aḷḷāhs unerwartet oder für euch als solche zuvor erkennbar über euch kommt – sollten denn etwa andere vernichtet werden als ungerechte Leute (die ungläubig sind und die Gesandten der Lüge bezichtigen)?“
  4. Wir haben die Gesandten nur als Verkünder einer frohen Nachricht (für die Gläubigen) und als Warner (für die Sünder und Ungläubigen) entsandt. Wer darum glaubt und Gutes tut, der braucht keine Furcht zu haben (bzgl. dem, was ihm bevorsteht) noch muss er traurig sein (um das, was ihm vom Diesseits entgeht).
  5. Und jene, die Unsere Zeichen als Lügen abgetan haben, werden wegen ihres Frevels von Leid erfasst werden.
  6. Sag: „Ich behaupte euch gegenüber nicht: »Aḷḷāhs Schätze (der Versorgung) sind bei mir«, noch behaupte ich, ich würde Wissen um das Verborgene besitzen (sondern nur das, was mir offenbart wird), noch, dass ich ein Engel sei. Ich folge nur dem, was mir offenbart wurde.“ Sag: „Können ein Blinder (Ungläubiger) und ein Sehender (Gläubiger) denn gleich sein? Wollt ihr denn nicht nachdenken?“
  7. Und warne [mit dem Qur’ān] jene, die fürchten, dereinst vor ihrem Herrn versammelt zu werden – sie werden außer Ihm keinen Beschützer und keinen Fürsprecher haben – damit sie sich (vor Aḷḷāh durch Einhalten Seiner Gebote und Verbote) in Acht nehmen (denn sie sind es, denen deine Ermahnung von Nutzen ist).
  8. Und weise nicht (die Armen unter den Muslimen) die zurück, die ihren Herrn am Anfang und Ende des Tages anflehen, im Streben nach Seinem Antlitz (um dich den Vornehmen unter den Götzendienern zu widmen, um sie zum Islam aufzurufen). Es ist nicht deine Aufgabe, sie zur Rechenschaft zu ziehen, ebenso wie es nicht die Ihre ist, dich zur Rechenschaft zu ziehen, sodass du sie deshalb abweisen könntest. Denn dann würdest du fürwahr zu den Ungerechten gehören.[1]

[1] Manche Götzendiener verlangten vom Propheten, manche seiner Freunde aus seiner Sitzung auszuschließen, damit die Vornehmen von ihnen sich mit dem Propheten allein zusammensetzen, um vom Islam zu hören. Ähnliches verlangten die Ungläubigen schon damals von Noah, siehe Sūrah aš-Šuʽarā’ Nr. 26:112-113. Sie haben die Anhänger des Propheten als Abschaum der Gesellschaft bezeichnet. Aber ob ihr Inneres ihrem Äußeren entspricht oder nicht – diese Rechenschaft obliegt nicht dem Propheten, sondern Aḷḷāh.

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