1. Aber nein (sie werden nicht glauben, wenn sie zurückgebracht werden), vielmehr wird ihnen das, was sie einst (durch ihre Aussage „Bei Aḷḷāh, unserem Herrn, wir waren keine Götzendiener“) zu verbergen suchten, klar vor Augen stehen (wenn nämlich ihre Körperteile gegen sie aussagen werden), und selbst wenn sie zurückgebracht werden würden, so würden sie sich doch wieder dem (Polytheismus und den Sünden) zuwenden, was ihnen verboten worden war, denn wahrlich, sie sind Lügner (wenn sie versprechen, nach einer Rückkehr ins Diesseits, Aḷḷāh niemandem mehr zur Seite zu stellen).
  2. Und sie sagen: „Es gibt nur dieses unser irdisches Leben, und wir werden nicht auferweckt (und zur Rechenschaft gezogen) werden.“
  3. Wenn du sie nur sehen könntest, wenn sie vor ihren Herrn gestellt werden! Er wird sagen: „Ist das denn nun nicht die Wahrheit?“ Sie werden antworten: „Doch, gewiss, bei unserem Herrn!“ Und Er wird sagen: „So kostet nun die Qual, dafür, dass ihr die Wahrheit (der Auferstehung) zurückgewiesen habt!“
  4. Verloren haben fürwahr die, die die Begegnung mit Aḷḷāh (am Tag der Auferstehung) stets leugneten, bis die Stunde plötzlich unerwartet über sie kommt und sie sagen: „Wehe uns, weil wir sie missachtet haben (indem wir uns nicht auf sie vorbereitet haben)!“ Sie werden die Last (ihrer Sünden) auf ihren Rücken tragen. Hört! Wie übel das ist, was sie da tragen werden!
  5. Das Leben in dieser Welt ist nichts anderes als Spiel und Vergnügen. Die jenseitige Bleibe[1] aber ist wahrlich besser für jene, die sich (durch die Verrichtung der guten und Vermeidung der schlechten Taten) vor (Aḷḷāh) in Acht nehmen. Wollt ihr denn nicht euren Verstand gebrauchen[2] (indem ihr den Glauben annehmt und Gutes tut)?
  6. Wir wissen fürwahr, dass dich (Gesandter Aḷḷāhs) das, was sie sagen, traurig macht. Aber sie bezichtigen (tatsächlich) nicht dich der Lüge (denn in ihrem Innersten wissen sie, dass du aufrichtig bist), sondern es ist die Botschaft Aḷḷāhs, die die Ungerechten (nach außen hin) zurückweisen (obwohl sie wissen, dass sie die Wahrheit ist).
  7. Schon vor dir wurden Gesandte der Lüge bezichtigt. Doch sie blieben geduldig, trotz aller Verleumdungen und des Schadens, der ihnen zugefügt wurde, bis Unsere Hilfe sie erreichte. Denn es gibt nichts, das die Worte Aḷḷāhs (nämlich Sein Versprechen, den Gesandten zu helfen) zu ändern vermag. Und Berichte über einige der früheren Gesandten sind ja bereits zu dir gekommen.
  8. Und wenn es schwer auf dir lastet, dass sie sich (von dir) abwenden – nun denn, wenn du dazu imstande bist, eine Öffnung in der Erde oder eine Leiter zum Himmel zu finden und ihnen ein (zusätzliches) Wunder zu bringen (zu dem, was Wir dir bereits gegeben haben), (dann tu es). Aber (sei dir bewusst, dass,) hätte Aḷḷāh es gewollt, so hätte Er sie allesamt auf den rechten Weg geführt. Darum sei nicht einer der Unwissenden (indem du darüber bekümmert bist, dass sie nicht glauben).

[1] „wa-lad-dārul-’āḫiratu“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Ibn ʽĀmir: „wa-ladārul-’āḫirati“: „Die Bleibe des Jenseits“.

[2] „taʽqilūna“ nach Nāfiʽ, Ibn ʽĀmir, Ḥafṣ, ʼAbū Ǧaʽfar und Yaʽqūb.

Nach der Mehrheit: „yaʽqilūna“: „Wollen sie denn nicht ihren Verstand gebrauchen“.

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