1. Gedenkt des Bundes, den Wir mit euch (in der Thora) schlossen, dass ihr nicht gegenseitig euer Blut vergießt und einander nicht aus euren Häusern vertreibt. Ihr habt dies bekräftigt und bezeugt es ja selbst.
  2. Und doch seid ihr es, die (den Bund brecht, indem) ihr einander tötet und die ihr eine Gruppe von euch aus deren Häusern vertreibt, indem ihr euch gegenseitig dabei helft, gegen diese in sündhafter und feindlicher Weise vorzugehen. Wenn sie aber als Gefangene zu euch kommen, dann kauft ihr sie frei, obwohl euch ja schon ihre Vertreibung verboten gewesen wäre. Glaubt ihr etwa nur an einen Teil des Buches (der Thora) und leugnet einen anderen Teil? Der Lohn derer unter euch, die solches tun, ist nur Schande in diesem Leben, und am Tag der Auferstehung wird ihnen schwerstes Leid auferlegt. Aḷḷāh ist keineswegs achtlos gegenüber dem, was ihr tut[1].
  3. Jenen sind es, die sich das Leben auf dieser Welt auf Kosten des Jenseits erkaufen. Ihr Leid wird nicht erleichtert werden, und sie werden keinen haben, der ihnen hilft.
  4. Wahrlich, Wir haben Moses die Schrift (der Thora) gegeben und ließen auf ihn weitere Gesandte folgen. Wir gewährten Jesus, dem Sohn der Maria, deutliche Zeichen (die seine Glaubwürdigkeit bekräftigten) und gaben ihm die Unterstützung der reinen[2] Seele (nämlich die des Engels Gabriel u). Aber habt ihr nicht jedes Mal, wenn ein Gesandter euch (Kindern Israels) etwas übermittelte, was euren Wünschen nicht entsprach, euch (der Wahrheit gegenüber) hochmütig verhalten und die einen (Propheten) der Lüge bezichtigt und die anderen getötet?
  5. Sie sagen (als Argument, warum sie die Wahrheit nicht erkennen): „Unsere Herzen sind verhüllt (und so können wir dich nicht verstehen).“ Vielmehr aber hat Aḷḷāh sie aufgrund ihres Unglaubens (und Undanks) verflucht, und so glauben sie nur wenig.

[1] „taʽmalūna“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Nāfiʽ, Ibn Kaṯīr, Šuʽbah, Yaʽqūb und Ḫalaf: „yaʽmalūna“: „sie tun“.

[2] Oder: gesegneten.

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