1. Und wenn zu ihnen (die über Aḷḷāh gelogen haben) gesagt wird: „Kommt her zu dem, was (vom Qurʼān) herabgesandt wurde und zum Gesandten (und seiner Sunnah)!“, entgegnen sie: „Uns genügt das, was wir bei unseren Vorvätern (an Glaubensvorstellungen) fanden.“ Wie? Selbst wenn ihre Vorväter keinerlei Wissen besaßen und nicht rechtgeleitet waren?!
  2. Ihr, die ihr glaubt! Ihr seid nur für euch selbst verantwortlich. Keiner, der irregeht, kann euch Schaden zufügen, solange ihr selbst auf dem rechten Weg seid. Zu Aḷḷāh ist euer aller Heimkehr, und dann wird Er euch verkünden, was ihr (auf Erden) getan habt (und mit euch abrechnen).
  3. Ihr, die ihr (an Aḷḷāh und Seinen Gesandten) glaubt! Wenn einer von euch sich dem Tod nähert, dann sollen, wenn er sein Vermächtnis macht, zwei Rechtschaffene von euch (Muslimen) Zeugen sein, oder – wenn ihr euch gerade auf einer Reise befindet und euch das Unglück des Todes ereilt – zwei andere Männern von anderen (nichtmuslimischen) Leuten. Und wenn ihr Zweifel sie betreffend hegt, dann haltet sie nach dem Gebet fest und lasst sie bei Aḷḷāh schwören: „Wir verkaufen [unsere Zeugenaussage] um keinen Preis, auch nicht zugunsten eines nahen Verwandten, und wir werden nichts von dem verschweigen, worüber wir vor Aḷḷāh Zeugen waren, denn dann wären wir fürwahr Sünder.“
  4. Wenn sich aber danach (nach ihrer Zeugenaussage) herausstellt, dass die beiden sich (durch eine falsche Zeugenaussage) einer Sünde schuldig gemacht haben, dann sollen zwei andere ihre Stelle einnehmen von jenen, zu deren Nachteil die beiden Ersteren ausgesagt haben,[1] und sie sollen bei Aḷḷāh schwören: „Unser Zeugnis (dass sie beide gelogen und betrogen haben) ist wahrlich wahrhaftiger als ihr Zeugnis (dass sie ehrlich sind), und wir haben die Grenzen des Rechtmäßigen nicht überschritten, denn dann würden wir fürwahr zu den Ungerechten gehören.“
  5. So ist am ehesten gewährleistet, dass sie ein wahrheitsgemäßes Zeugnis ablegen oder dass sie befürchten müssen, dass nach ihren Eiden andere Eide abgelegt werden (die ihre eigene Zeugenaussage als Lüge entlarven). So nehmt euch vor Aḷḷāh in Acht (indem ihr weder beim Ablegen von Zeugnissen lügt noch betrügt) und hört (auf das, was euch befohlen wird), denn Aḷḷāh führt frevelhafte Leute nicht auf den rechten Weg.

[1] D. h. zwei der engsten Verwandten des Verstorbenen sollen ihre Stelle einnehmen, welche nämlich im Normalfall mehr erben würden, aber aufgrund derer beiden Zeugenaussagen sie bis zu einem Drittel (wegen des Vermächtnisses) weniger erben.

Aufrufe: 24