1. Erlaubt ist euch der Fischfang in den Gewässern und alles (was die Gewässer) an Essbarem (sei es lebend oder tot) hervorbringen (und an Land spülen), als Versorgung für euch (die Sesshaften) und für die Reisenden. Verboten aber ist euch die Jagd zu Lande, solange ihr euch im Weihezustand (der großen oder kleinen Pilgerfahrt) befindet. So nehmt euch vor Aḷḷāh, vor dem ihr dereinst versammelt werdet, in Acht!
  2. Aḷḷāh hat die Ka ͑bah, das unverletzliche Haus, zu einer Stütze für die Menschen gemacht[1] und ebenso die unverletzlichen Monate (Ḏul-Qaʽdah, Ḏul-Ḥiǧǧah, Muḥarram und Raǧab, weil in diesem der Kampf verboten ist), die Opfertiere und die Tiere mit dem Halsschmuck (als Zeichen dafür, dass ihr Bestimmungsort die Heilige Moschee ist und sie nicht daran gehindert werden). All das (hat Aḷḷāh euch gewährt), damit ihr erkennt, dass Aḷḷāh weiß, was in den Himmeln und auf Erden ist und dass Aḷḷāh Wissen um alle Dinge besitzt (denn Seine Gesetze bringen euch Nutzen und wenden Schaden ab).
  3. Seid euch bewusst, dass Aḷḷāh (gegenüber den Übeltätern) streng im Strafen ist und (gleichzeitig jenen, die bereuen) ständig vergibt und gnädig ist.
  4. Dem Gesandten obliegt nur die Verkündigung der Botschaft (und nicht die Rechtleitung eurer Herzen), und Aḷḷāh weiß, was ihr offen kundtut und was ihr verbergt.
  5. Sag: „Die schlechten Dinge und die guten Dinge sind nicht gleichwertig,“ auch wenn die große Menge des Schlechten dich erstaunen mag (denn dessen Vielzahl bedeutet nicht, dass es sich um etwas Gutes handelt). Darum nehmt euch vor Aḷḷāh in Acht, ihr, die ihr Verstand besitzt (indem ihr das Schlechte unterlasst und das Gute tut), damit ihr erfolgreich sein mögt.
  6. Ihr, die ihr glaubt! Fragt (den Gesandten) nicht nach (für euren Glauben unerheblichen) Dingen, die, wenn sie euch dargelegt werden würden, euch Härte auferlegen würden. Denn wenn ihr danach fragt, (jetzt) wo der Qur’ān euch offenbart wird, würden sie euch auch (in Form von Gesetzen) dargelegt werden. Aḷḷāh aber hat euch davon entbunden, und Aḷḷāh vergibt viel und ist nachsichtig.
  7. Schon vor euch haben Leute derartige Fragen gestellt und wurden infolgedessen (weil sie sich dann nicht daran hielten) zu Ungläubigen.
  8. Aḷḷāh hat nichts in der Art einer Baḥīrah, einer Sā’ibah, einer Waṣīlah oder einer Ḥām[2] vorgeschrieben, sondern die, die nicht glauben, haben sich über Aḷḷāh Lügen ausgedacht, und die meisten von ihnen gebrauchen ihren Verstand nicht.

[1] D.h. zu einem Ort, der ihnen sowohl hinsichtlich ihres Glaubens als auch hinsichtlich ihres weltlichen Lebens förderlich ist, denn an ihm wird gebetet und zu ihm findet die Pilgerfahrt statt und er bietet allen Menschen Sicherheit, weil der Kampf an diesem Ort verboten ist.

[2]Baḥīrah ist die Stute, deren Ohr abgeschnitten wird, nachdem sie einige Kinder gebärt hat. Sā’ibah ist die Stute, die ab einem bestimmten Alter den Götzen gewidmet wird. Waṣīlah ist die Stute, die ein Weibchen nach dem anderen gebärt. Ḥām(ī) ist der Kamelhengst, wenn er einige Nachkommen gezeugt hat. Die Götzendiener behaupteten, Aḷḷāh habe diese Tiere zu essen verboten.

Aufrufe: 32