1. Sind sie sich denn nicht bewusst, dass Aḷḷāh weiß, was sie verbergen und was sie offen kundtun?
  2. Es gibt unter ihnen Ungebildete, die kein Wissen um das Buch (der Thora) besitzen und es nur lesen (ohne zu verstehen. Sie folgen den Lügen ihrer Gelehrten) und stellen nichts als Mutmaßungen an.
  3. Darum wehe jenen, die das Buch mit ihren eigenen Händen schreiben (es dabei verfälschen) und dann (lügend) sagen: „Das ist von Aḷḷāh“, um so einen kleinen Gewinn (wie Herrschaft oder Ansehen auf Erden) zu erlangen. Wehe ihnen, wegen dem, was ihre Hände geschrieben haben, und wehe ihnen, wegen dem, was sie (damit) erworben haben!
  4. Und sie sagen: „Das Höllenfeuer wird uns sicherlich nur einige wenige abgezählte Tage berühren!“ Sag (Gesandter Aḷḷāhs): „Wurde euch das etwa von Aḷḷāh versprochen? So wird Aḷḷāh Sein Versprechen nicht brechen. Oder sagt ihr etwas über Aḷḷāh, worüber ihr keinerlei Wissen besitzt?“
  5. Aber wahrlich! Wer das Übel (des Unglaubens) erworben hat und (somit) von seinem Vergehen[1] umfangen ist, jene sind die Insassen des Höllenfeuers, und darin werden sie (für immer) bleiben.
  6. Die aber, die glauben und Gutes tun, jene sind die Bewohner des Paradiesgartens, in ihm werden sie (ewig) verweilen.
  7. (Und erinnert euch daran) als wir den Bund mit (euch), den Kindern Israels, schlossen, nämlich dass ihr keinen anbeten sollt[2], außer Aḷḷāh, dass ihr mit euren Eltern, Verwandten, den Waisen und Bedürftigen gütig sein und zu den Menschen Gutes sprechen sollt und dass ihr das rituelle Gebet beständig verrichten und die Zakāh entrichten sollt. Danach aber habt ihr euch, mit Ausnahme einiger weniger, abgewandt und seid aufsässig geblieben.

[1] „ḫaṭīʼatuhū“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Nāfiʽ und ʼAbū Ǧaʽfar: „ḫaṭīʼātuhū“: „seinen Vergehen“.

[2] „taʽbudūna“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Ibn Kaṯīr, Ḥamzah und Kisāʼiyy: „Und als wir den Bund mit (ihnen), den Kindern Israels, schlossen, nämlich dass ihr keinen anbeten sollen, außer Aḷḷāh, dass sie mit ihren Eltern, Verwandten, den Waisen und Bedürftigen gütig sein sollen. (Wir sprachen zu ihnen weiterhin): „Sprecht Gutes zu den Menschen, verrichtet das rituelle Gebet beständig und entrichtet die Zakāh!“

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