1. Ihr, die ihr (an Aḷḷāh und Seine Gesandten) glaubt! Wenn ihr zum Gebet aufstellen (wollt und nicht ṭāhir[1] seid), dann wascht eure Gesichter und eure Hände (und eure Unterarme) einschließlich der Ellenbogen, streicht euch über eure Köpfe, und (wascht) eure Füße[2] einschließlich der Knöchel. Wenn ihr euch im Zustand der großen rituellen Unreinheit befindet, dann nehmt eine Ganzkörperwaschung vor. Und wenn ihr krank seid oder euch auf einer Reise befindet oder ihr (nach Verrichten der Notdurft) vom Abort kommt oder einer Frau beigewohnt habt und kein Wasser findet, dann wendet euch dem guten Erdboden zu (und klopft mit euren Handflächen darauf), und streicht damit über eure Gesichter und eure Hände. Aḷḷāh möchte euch keinerlei Bedrängnis auferlegen, sondern Er will euch reinigen und Seine Gnade euch gegenüber vervollkommnen, damit ihr dankbar sein mögt.
  2. Seid euch stets der Gnade (der Hinführung zum Islam) bewusst, die Aḷḷāh euch zuteilwerden hat lassen, und des Bundes, durch den Er euch an Sich gebunden hat, als (ihr einst dem Gesandten Aḷḷāhs den Treueid geleistet habt und) spracht: „Wir hören und gehorchen!“ Und nehmt euch vor Aḷḷāh in Acht, denn wahrlich, Aḷḷāh weiß, was in den Herzen verborgen ist.
  3. Ihr, die ihr (an Aḷḷāh und Seine Gesandten) glaubt! Erfüllt (eure Pflichten) Aḷḷāh gegenüber, und seid (so) Zeugen der Gerechtigkeit. Lasst euch nicht durch den Hass auf irgendwelche Leute dazu verleiten, ungerecht zu sein. Seid stets gerecht, das kommt der Achtsamkeit (vor Aḷḷāh) näher. Nehmt euch vor Aḷḷāh in Acht. Wahrlich, Aḷḷāh weiß (nämlich) wohl Bescheid darüber, was ihr tut.
  4. Aḷḷāh hat jenen, die glauben (an Ihn und Seine Gesandten) und Gutes tun, Vergebung und einen großartigen Lohn (im Paradies) versprochen.

[1] D. h. gesetzlich rein, sodass man ein Ṣalāh verrichten darf.

[2] „wa-ʼarǧulakum“ nach der Lesart von Nāfiʽ, Ibn ʽĀmir, Ḥafṣ, Kisāʼiyy und Yaʽqūb.

Nach der Mehrheit: „wa-ʼarǧulikum“. Entweder kann man den Vers dann genauso übersetzen oder: „und streicht über eure Füße“, d. h. wenn man im Zustand der rituellen Reinheit Socken angezogen hat, darf man die Füße statt zu waschen, an der Oberseite streichen.

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