1. (So haben Wir sie verflucht und dadurch aus unserer Gnade ausgeschlossen) weil sie ihr Versprechen gebrochen, die Zeichen Aḷḷāhs verleugnet und die Propheten ohne jedes Recht getötet haben, und weil sie (zu Muḥammad) sagten: „Unsere Herzen sind verhüllt (sodass sie nicht erfassen können, was du sagst).“ Tatsächlich aber hat Aḷḷāh ihre Herzen wegen ihrer Leugnung versiegelt, und so besitzen sie nur wenig Glauben (der ihnen aber keinerlei Nutzen bringt).
  2. (Wir haben sie verflucht) wegen ihres Leugnens und wegen der gewaltigen Verleumdung (des außerehelichen Geschlechtsverkehrs), die sie gegen Maria vorbrachten
  3. und wegen ihrer (hochmütigen) Behauptung: „Wir haben den Messias, Jesus, den Sohn der Maria, den (ihr den) Gesandten Aḷḷāhs (nennt), getötet!“ Weder aber haben sie ihn getötet noch ihn gekreuzigt, sondern es erschien ihnen nur so (in dem an seiner Stelle jemand gekreuzigt wurde, dem Aḷḷāh das Aussehen Jesu u verlieh). Fürwahr, die, die diesbezüglich uneins sind,[1] sind wahrlich im Zweifel darüber.[2] Sie haben kein tatsächliches Wissen davon und folgen nur Vermutungen, denn sie haben ihn mit Gewissheit nicht getötet,
  4. sondern vielmehr hat Aḷḷāh ihn (mit Körper und Seele) zu Sich emporgehoben. Aḷḷāh war schon immer allmächtig und weise.
  5. Und es gibt keinen unter den Leuten der Schrift, der nicht vor dessen (Jesu) Tod (d.h. nachdem er am Ende der Zeiten wieder auf die Erde zurückgekehrt sein wird) an ihn glauben wird, und am Tag der Auferstehung wird er ihnen gegenüber als Zeuge auftreten.
  6. Wegen all dieser Ungerechtigkeiten, die von jenen begangen wurden, die dem Judentum angehören, haben Wir diesen manche der guten Dinge (d.h. Speisen), die ihnen zuvor erlaubt gewesen waren, verboten und weil sie selbst immer wieder vom Weg Aḷḷāhs abgewichen sind (und auch andere versuchten davon abzubringen).
  7. Und weil sie Zinsen nahmen, obwohl es ihnen verboten worden war und sie die Menschen in unrechtmäßiger Weise um ihr Vermögen brachten. Für die Glaubensverweigerer unter ihnen aber haben Wir schon schmerzliches Leid vorbereitet.
  8. Jene aber (unter den Juden), die tiefgegründetes Wissen besitzen, und die Gläubigen glauben an das, was zu dir (Gesandter Aḷḷāhs) hinabgesandt wurde und an das, was vor dir hinabgesandt wurde (wie nämlich die Thora und das Evangelium)– (Ich meine damit diejenigen,) die das Gebet beständig verrichten –[3], Almosen spenden und an Aḷḷāh und an den letzten Tag glauben – jene sind es, denen Wir einen großartigen Lohn geben werden[4].

[1] Das sind zum einen die Juden, die behaupteten, ihn u getötet zu haben, und zum anderen die Christen, die ihn u ausgeliefert haben.

[2] Sie waren sich uneinig darüber, ob der Getötete wirklich Jesus u war, denn sie kannten die Anzahl der Leute, die mit Jesus u im Haus waren und ebenso die Anzahl der eingedrungenen Soldaten. Danach stellten sie festen, dass sie insgesamt einer zu wenig waren (Ṭabariyy).

[3] Der eingeschobene Satz lässt sich auch wie folgt übersetzen: „denjenigen, die das Gebet beständig verrichten (werde Ich besonderen Lohn zukommen lassen)“.

[4] „sanu’tīhum“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Ḥamzah und Ḫalaf: „sayu’tīhim“: „denen Er einen großartigen Lohn geben wird“.

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